Jahresbericht 2020Zurück

Rechenschaftsbericht sechzehn Jahren Mahl-Zeit



Corona und die Auswirkungen

Am 13.03.2020 erhielten wir die Mitteilung, dass ab diesem Zeitpunkt keine Essensausgabe mehr im DRK stattfinden konnte.
Da wir schon seit Sommer 2019 in Verhandlungen zur Nutzung des katholischen Gemeindehauses standen, bestand die Hoffnung dort bald neu zu starten. Da sich die Verhandlungen um einen Nutzungsvertrag noch bis zum Juli 2020 hinzogen, konnten wir unsere Gäste lange nicht versorgen.
Nachdem der Nutzungsvertrag endlich unterschrieben war, starteten wir im August 2020 wieder. Vorher war allerdings der Umzug zu organisieren, die Mitarbeiter in die neuen Räumlichkeiten einzuweisen und ein Konzept zu erarbeiten, welches den damaligen Erkenntnissen der Coronakrise Rechnung trug. Dazu gehören feste Plätze, Abstände, Plexiglastrennscheiben, feste Laufwege. Die großzügigen Räumlichkeiten und die exklusive Nutzung des Gemeindehauses kamen uns dabei entgegen. So konnte bis Dezember 2020 der Mittagstisch funktionieren.
Mit dem zweiten Lockdown ab Dezember 2020 war ein Essen dort allerdings wieder nicht möglich. Allerdings bestand im Gemeindehaus die Möglichkeit, die Gäste durch die Fenster zum Hof mit Essen zu versorgen, welches mitgenommen und an anderer Stelle verspeist werden konnte. So nahmen viele das Essen mit, um es zu Hause aufzuwärmen, andere suchten sich Plätze in der Umgebung, um dort zu essen.
Erst Mitte Juni 2021 war es wieder möglich, Essen am Tisch anbieten. Inzwischen gehörte Maskenpflicht und Nachverfolgbarkeit der Besucher zum Coronaschutz. Im August verschärfte sich die Gesetzeslage noch einmal. Alle Gäste, die bei uns essen, müssen die 3G Regel einhalten. Alle anderen bekommen Essen zum Mitnehmen. Es gibt derzeit nur noch wenige Gäste, die nicht geimpft sind.

Unsere Gäste

Der Besuch liegt derzeit zwischen 20 und 40 Personen. Es gibt immer wieder neue Menschen, die trotz Coronakrise den Weg zu uns finden und neben der Mahlzeit auch Anschluss finden. Andere bleiben weg, können die Stufen im Gemeindehaus nicht überwinden oder finden woanders ihre Netzwerke.
Das soziale Frühstück am letzten Samstag im Monat im katholischen Gemeindehaus wird seit dem Umzug nicht mehr angeboten. Ein Weihnachts- oder Osteressen konnte im Lockdown auch nicht stattfinden. Für Dezember 2021 gehen wir jedoch in die Planung.

Unsere Mitarbeitenden

Auch bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat es durch Corona einige Veränderungen gegeben. Einige haben sich bis zum Ende der Krise auf die Warteliste setzen lassen. Andere sind zwar im Herbst letzten Jahres wieder neu gestartet, wurden aber im zweiten Lockdown nicht gebraucht und haben aus unterschiedlichen Gründen inzwischen ganz aufgehört.
Zwar sind wir immer durch Mitarbeitendenbriefe in Kontakt, aber einzelne Teams haben inzwischen ganz aufgehört. Derzeit arbeiten wir neue Mitarbeitende ein, um die Lücken zu schließen. Einige Mitarbeitenden haben zusätzliche Dienste angeboten und übernommen.
Der Einsatz von Praktikanten war in der letzten Zeit nicht möglich. Bei Abwesenheit des Vorsitzenden wird Vertretung von Frau Schuhmacher, Frau Lorscheter, Frau Bohrenkämper und Herrn Berlau übernommen.

Vorstand und Finanzen

Vorstandssitzungen waren selten nötig, da Absprachen zwischendurch stattfanden und stattfinden. Andere Unklarheiten klären wir im Gespräch mit den oben genannten Vertretenden.
Ein großer Dank an dieser Stelle an Herrn Berlau, der die Verhandlungen um den Nutzungsvertrag geführt hat. Durch eine Reinigungspauschale erhöhen sich die laufenden Kosten. Der Sponsor der neuen Spülmaschine war durch die lange Verhandlungszeit abgesprungen und die Kosten mussten wir aus dem Vereinskapital bestreiten. Den Umzug haben wir selbst kostenlos durchgeführt. Für Wartung und Reparatur einzelner Küchengeräte müssen wir Gelder vorhalten. Kassenwartin Frau Oepping hat mit ihrem Büro die Verwaltung abgewickelt. Die Finanzsituation war zeitweise durch geringe Ausgaben sehr entspannt. Das hat sich durch ein geringeres Spendeneinkommen und durch höhere Ausgaben geändert. Wir hoffen, über den Winter durch Spendenakquise wieder einen stabilen Grundstock aufzubauen.

Aktionen

Das Sponsoring des pädagogischen Essens beim Kinderschutzbund gehört weiter zu unseren Aufgaben. Dort hat sich die Ausgabensituation durch einen Anbieterwechsel leicht erhöht. Die Ausgaben für Lebensmittel für den Flüchtlingstreff Cafe International sind entfallen, ebenfalls die Mehrkosten für die drei Gänge Menues zu Ostern und Weihnachten oder die Aktion „Weihnachten nicht allein“. Diese Aktionen sollen wieder aufgenommen werden.
An der Wunschzettelaktion der NW nahmen wir mit ca. 80 Wünsche teil.

Ausblick

Wir hoffen, dass die Befürchtungen des Kirchenvorstandes bezüglich unserer Nutzung inzwischen aus dem Weg geräumt sind und werden noch mal neu Rücksicht nehmen, wenn der Regelbetrieb des Gemeindehauses wieder anläuft. Auch wenn diese Meinung nicht von allen geteilt wird, verstehen wir unsere Arbeit als Teil eines christlichen Selbstverständnisses und finden es befremdlich, wenn wir nicht als selbstverständlicher Teil der örtlichen Gemeindearbeit verstanden werden.